Renditeimmobilien – aller Anfang ist schwer

Ich möchte mich schon länger etwas breiter aufstellen, und neben meinen Investments an der Börse auch in Immobilien investieren. Dabei dachte ich an Renditeimmobilien, also Wohnungen, die nicht selbst genutzt werden, sondern vermietet werden, um damit Geld zu verdienen. Hierbei möchte ich von den derzeit niedrigen Zinsen gebrauch nehmen und den Hebeleffekt dafür nutzen, um meinen Vermögensaufbau zu beschleunigen.
Aber als Anfänger in Immobilieninvestments einzusteigen ist extrem schwierig. Hierbei gibt es so viele Dinge die man Regeln und Bedenken muss.

So muss man sich um die Objektauswahl und Besichtigung kümmern, einen Kredit besorgen, die Verträge organisieren, einen Notartermin vereinbaren und vieles mehr. Auch nach dem Kauf einer Immobilie ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen, denn dann muss man gute Mieter finden, die Wohnung regelmäßig renovieren, und die Immobilie natürlich auch verwalten.

Warum Immobilien

Im Grunde möchte ich mich gar nicht auf Immobilen versteifen. Mir geht es hauptsächlich darum, meinen Vermögensaufbau zu beschleunigen, indem ich einen Hebel – auch Leverage genannt – ansetze. Und da kommt einem als „Privatinvestor“ meistens als erstes die vermietete Immobilie in den Sinn.

Ein Hebel ist ganz einfach ausgedrückt Fremdkapital, das man dazu nutzt, Investments zu tätigen die man sich ansonsten nicht leisten könnte. Um dann aber trotzdem von der gesamten Rendite dieser Anlage zu profitieren.

Zu Veranschaulichung: Man nimmt einen Kredit von 100.000 € zu 2 % Zinsen, mit 2 % jährlicher Tilgung auf und kauft damit ein Asset, das 5 % Rendite abwirft. Das heißt man erhält 5.000 € im Jahr Rendite. Muss 2.000 € für den Kredit zahlen, und 2.000 € tilgen. Die Tilgung geht dabei zwar dem Cashflow verloren, aber baut im Hintergrund das Vermögen auf, da der Eigenkapitalanteil an dem Asset erhöht wird. So bleiben dann in dieser Beispielrechnung noch 1.000 € positiver Cashflow im Jahr übrig. Und das ohne Eigenkapital.

In der Realität ist das natürlich nicht ganz so einfach, weil noch weitere Gebühren etc. hinzukommen, aber um das Prinzip zu veranschaulichen ist dies ganz nützlich.

Diese Art der Geschäfte, in denen auf Kredit ein Asset gekauft wird, dessen Rendite größer der Kreditkosten ist, und man sich die Differenz als Gewinn einsteckt wird auch Carry Trade genannt.

Die weitläufigste Art der Carry Trades ist wie gesagt das Immobilieninvestment. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten. So zum Beispiel der Kauf einer Anleihe auf Kredit. Wenn der Coupon der Anleihe größer der Zinsen des Kredits ist, lohnt sich dies bereits.

Mein Vorgehen

Da ich mich mit Renditeimmobilen nicht besonders gut auskenne, ist die Einstiegshürde in das Immobiliengeschäft für mich extrem hoch. Wie wahrscheinlich für die meisten Durchschnittsbürger. Deshalb habe ich entschieden, dass ich mir hierfür Hilfe suche. Und im Internet bin ich auf einige Anbieter gestoßen, die eben bei der Suche einer Renditeimmobilie und dem gesamten Kaufprozess, sowie der Verwaltung unterstützen.

Ich habe 10 dieser Anbieter angeschrieben, und um Ihre Hilfe gebeten. Außerdem habe ich Ihnen vorgeschlagen für meinen Blog ein kleines Interview zu führen, in dem sie Ihre Services erklären können.

Jetzt werde ich mit diesen Anbietern sprechen, und dann einen Artikel über diese Gespräche schreiben. Dann werde ich einen dieser Anbieter auswählen, mit dem ich mein erstes Immobilieninvestment starte. Natürlich vorausgesetzt, einer dieser Anbieter hat ein gutes Angebot für mich.

Und sollte sich hier keine Renditeimmobilien mit positivem Cashflow finden, werde ich mich einfach anderen Carry Trade Arten zuwenden. Als nächstes vermutlich dem Kauf von Anleihen. Hierbei kann man auch kleiner Starten als bei Immobilien. Die Risiken sind hierbei ähnlich. Eine Wertminderung des Assets oder ein Ausfall der Einnahmen.